Botox

BOTOX (Botullinomtoxin A)

Botulinomtoxin Typ A ist ein von Bakterien produziertes Protein. Es wird seit Jahren erfolgreich zur Behandlung von Gesichts-, Augen- und Nackenkrämpfen eingesetzt. Es hemmt dabei die Überleitung bestimmter Nervenimpulse. Da nur sehr geringe Mengen eingesetzt werden ist Botululinumtoxin A für den Organismus nicht giftig.

Wann sollte Botox nicht eingesetzt werden?

Bei bestimmten Vorerkrankungen (z.B. generalisierte Störungen der Muskelaktivität), während der Schwangerschaft und Stillzeit oder während der Gabe bestimmter Medikamente (z.B. Aminoglycosid- Antibiotikum) sollte Botox nicht eingesetzt werden.

Wobei kann Botox eingesetzt werden ?

1. Übermäßiges Schwitzen
Wenn andere konservative Behandlungsmethoden (z.B: Antitranspirantien)nicht wirksam sind und andere Ursachen ( Schilddrüsenüberfunktion, Tumore, Hormonstörungen, medikamentöse Ursachen) ausgeschlossen sind, kann Botox helfen.
Klinische Studien belegen, dass die Schweißproduktion durch die Injektionsbehandlung mit Botox innerhalb weniger Tage erheblich vermindert und damit eine sowohl objektiv als auch subjektiv verbesserte Lebensqualität erzielt werden kann.
Botox wird oberflächlich in die Haut gespritzt . Je nach Dosierung wird die Schweißproduktion blockiert oder eingeschränkt. Da nur kleine Areale des Körpers (z.B.Achsel) behandelt werden, ist der Betroffene weiterhin in der Lage, an anderen Stellen zu Schwitzen um seine Körpertemperatur zu regulieren. Andere Nervenfunktionen wie das Fühlen oder Tasten werden nicht beeinflusst. Die Wirkung hält ca. 6-8 Monate an. Wiederholungsbehandlungen sind bei guter Verträglichkeit unbegrenzt möglich, wobei die Dauer der Wirkung in den meisten Fällen mit jeder Behandlung zunimmt.

2. Faltenbehandlung
Wird Botox in einen Muskel gespritzt bewirkt dies, dass sich der Muskel entspannt. So kann durch die gezielte Hemmung bestimmter Muskeln im Gesichtsbereich eine kosmetische Korrektur von Falten und Verspannungen erfolgen. Durch die Hemmung bestimmter Gesichtsmuskeln, hauptsächlich im Stirnbereich, neben den Augen und über der Nase, kann ein Verstreichen der Falten erzielt werden. Die Wirkung von Botox zeigt sich ca. 2-5 Tage nach der Injektion und hält in der Regel ca. 3-9 Monate an, sodass für einen nachhaltigen Effekt Wiederholungsbehandlungen erforderlich sind.

Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen:
Möglich sind Hautreizung, Infektion, Schwellung, Bluterguss an der Einstichstelle.
In seltenen Fällen kann vorübergehend ein unebenmäßiger (asymmetrischer) Gesichtsausdruck entstehen; dies kann gegebenenfalls durch ein Nachspritzen von Botox ausgeglichen werden.
Vorübergehende Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Unwohlsein.
Langfristige unerwünschte Nebenwirkungen sind nicht bekannt.