Fußchirurgie

Häufigste chirurgische Fußerkrankungen:

  • Hallux valgus – Spreizfuß - Großzehenballen – Verschleiß des Großzehengrundgelenks
  • Hammerzehe – Krallenzehe –Klauenzehe
  • Fersenschmerz – Fersensporn
  • Morton –Metatarsalgie –Nervenschmerz
  • Fußsohlenbeschwielung – Senkfuß
  • Schneiderballen – Kleinzehenballen – Bunionette
  • Sprunggelenksinstabilität

Operation

1- Hallux valgus : Die Aufspreizung zwischen den Mittelfußknochen nimmt zu, die Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk ist oft schmerzhaft und eingeschränkt. Der „Ballen“ neigt zu Entzündungen und ist auch in Ruhe schmerzhaft.
Der Eingriff für ca. 30- 40 min wird in der Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Operativ erfolgt zuerst die Abtragung des Knochenvorsprungs. Dann wird die Aufspreizung zw. den Mittelfußknochen durch eine Umstellung des 1.Mittelfußkonchens korrigiert (OP nach Austin, Chevron, Scarf…)
Patient kann den operierten Fuß für ca. 2 Wo. mit einem Vorfußentlastungsschuh belasten. Das Tragen vom Straßenschuh ist in der Regel nach 4 Wo. möglich. Eine postoperative Behandlung mit Gipsschiene ist nicht erforderlich.

2. Hammerzehe – Krallenzehe: Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden und dauert ca. 20 min., wobei das Köpfchen des Grundgliedes entfernt wird. Die korrigierte Stellung wird häufig durch einen Draht stabilisiert, der meist nach 2 Wo. wieder schmerzfrei entfernt wird.

3. Fußsohlenbeschwielung – Schneiderballen: Die Beschwielung oder schmerzhafte Stelle am Fuß sind meist auf die Fehlstellung des Fußknochen zurückzuführen. Die Behandlung richtet sich nach der auslösenden Ursache.
Neben Einlagenversorgung kann operative Umstellung am Knochen (Osteotomie) erforderlich werden.

4. Morton-Metatarsalgie: Zwischen der 3. und 4. Zehe kommt es durch einen besonderen Verlauf von Nerven gehäuft zur Ausbildung eines schmerzhaften Nervenknotens. Die chirurgische Behandlung besteht in der Freilegung und/oder Entfernung des Nerven und Nervenknotens.
Es verbleibt damit meist eine Gefühlsminderung im Versorgungsgebiet der Zehe-Nerven.

5. Fersenschmerz – Fersensporn: Es handelt sich um eine überlastungsbedingte Reizung der flächigen Sehnenplatte der Fußsohle, die zu einer knöchernen Ausziehung am Ansatz dieser Sehne (Fersensporn). Behandlungsmöglichkeiten: Einlagen, Medikamentöse Behandlung, Stoßwelle (neu, s.dort) und operative Behandlung, wobei die Sehnenplatte im schmerzhaften Bereich eingekerbt wird.
Die Abtragung des Sporns ist nicht erforderlich.

6. Chronische Außenbandinstabilität des Sprunggelenkes
(nach Verstauchungsverletzung):
Die Instabilität der Bandführung führt häufig zum Gelenksverschleiß, wiederholter Verstauchung und Schmerzen. Operative Bandplastik (Außenband) kann die Gelenksstabilität wieder herstellen.